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Vierter Band.
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Die große Pest. 'i ^5

riazell, zu der in Augsburg köstliche Opfer gearbeitetwurden , hatte die Anwesenheit einer pohlnijchen undMoskowitischen Gesandtschaft verzögert. Der erster»Dienerschaft glaubte zu Hause zu seyn und erlaubte sichrohe und blutige Beleidigungen friedlicher Bürger.Des Gesandten Genugthuung war nicht minder zart.Erließ die Frevler vor seiner Wohnung, inderHerrn-gaffe, zu Tode prügeln.

Am 9. Aug. legte der Kaiser den Grundstein zurKirche auf dem Leopoldsberg. In des Monaths Mittetrat er die Mariazeller Reise an. Die Kaiserinn Wit-we und die junge» Herrschaften gingen nach Znaimvoraus, da Leopold/ während des zweifelhaften Ge-sundheitszustandes in Wien, Prag zum Hoflagcr er-kohren hatte.

Mit dem Hof schien auch ein schützender Sternund das öffentliche Vertrauen gewichen. Bisher hakteman das immer weiter freffende Siechlhum bloß alsein eigenthümliches Übel des gemeinen Volkes erklärt,aus dessen Unmäßigkeit und Unreinlichkeit entsprungen.Nun aber griff es auch nach reichen und vornehmenHäuptern. Ein panischer Schrecken rauschte über Alle.^er nur konnte, machte sich von Wien hinweg, das" te so glänzend, nie von so vielen Fremden besucht,"w durch so viele Gesandte beschickt gewesen war, alsgerave im Augenblicke des Ausbruchs. Es schien ein schwe»tei ' Fluch , eine tödkliche Luft, ein giftiges Wafferunderboßte Sterne überdieserguren und großen Sradt zuGalten. Gerettet schien, wer ihr entfloh, verloren,IUei ' in ihrem Schooße weilte. Selbst den türkischen^eschichi, Miro«. 4 . 33 D. 3. Heft. 10

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