Band 
Vierter Band.
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Rüdiger Starhemberg.

lich entschieden. Die Starhemberge Caspar und Gun-dacker hielten den Kaiser Wendel auf ihrer BurgWildberg unserne Linz gefangen. Rüdiger Star-hemberg, der muthigste Parteygänger Friedrichs IV.in seinen nicht immer gerechten Begehren als VormundKönigs Lasla, war der Wiener schlimmster Wider-sacher und setzte durch seinen Überfall der Donaubrü-cken , die kühne Stadt und ihre Umgegend in denanfersten Schrecken. — Die Reformation streuteauch in dieß Geschlecht den Samen der Zwietracht.Die Starhemberge wurden so hartnäckige Vertheidi-ger der fiaccianischen Secte, wie einst, doch nur aufkurze Zeit, die Liechtensteine zu NikolSburg, derWieterraufer. Auf Erakums Starhemberg fielen Achtund Verbannung, aber Caspar und Heinrich Wilhelmerhielten dein ziveytcn Ferdinand das Land ob derEnns iin großen Bauernkriege. — Unsern CrnstRüdiger hatte, 48 Jahre vor seiner glänzendenVertheidigung Wiens, die Freyinn Anneliese vonZinzendorf, ihrem Gatten Conrad Balthasar Star-hemberg, einem der tapfern Streiter von Nordlingeu,zu Gratz geboren. Im dreyzehnten Jahre erhielt ereine Fahne und machte die beyden letzten Feldzügedes oajährigen Krieges mit, focht darauf ivider Schwe-den und Koruzze», Türken und Franzosen. Sein ei-genes Verdienst, besonders um die Vervollkommnungdes Geschützes hob ihn durch alle Stufen, zur näch-sten am Marschall. Wie Bildnisse, vertraute Briefeund Hauschroniken uns melden, war Rüoiger langund hager, seine Züge regelmäßig und schon, von