Band 
Vierter Band.
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D i e N o t h.

Guido stand allein neben 1800 vollen Pulverton-nen. Vierzig Schritte davon glimmte und knisterteschon der, von der drückenden Mittagssonne entglüh-te hölzerne Gang und auf Sturmesflügeln stoben diehöllischen Funken und Brände ringsumher, zu uner-träglicher Hitze. Gleichwohl gelang es Guido und demvon ihm bey seiner Dienstehre aufgeforderte» Zeuglieu-tenant Cumpert, die Fässer so mit Wasser zu bcgie-ßen, daß die dringendste Gefahr für den Augenblickabgewendet schien. Rasch eilten Liebcnberg und Focky,die wackern Häupter der Stadt herbey und GrafSzö-reny. Der brennende Gang wurde eingerisseu, dasFeuer erstickt. Den Degen in der Hand zwang Guidodie Handwerksleute, die bereits vom Feuer angegrif-fenen zu dem Pulver führenden Fenster eiligst zuzu-mauern. So wendete die altrömische GelstesgegenwartWeniger, die Zerschmetterung des bedrohtesten Thei-les der Stadt und der Festungswerke, nahmenlosesElend und die entschiedene Unmöglichkeit längerer Ver-theidigung ab.

Das Plötzliche, das Unermeßliche, das Unab-wendbare der Gefahr hatte das Volk in nahmenloseWuch versetzt. Wer immer in ungarischer Tracht ein-s herging, war stündlich dem grausamsten Tod ausge-setzt und Alles schien verdächtig. Christoph Ziveycr,ein Officier aus den Bergstädten, jetzt bey den dreyHacken wohnend, wurde aufs Ärgste mißhandelt undin den tiefsten Kerker geworfen, weil er, der nahenBrunst wegen, seine Habe geflüchtet hatte und siehunter seinem Gepäck einige Stecken befanden, bieder