Band 
Vierter Band.
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Die Noth. 1^5

Noch zählte das Heer 2,6000 Mann. Wie den über-müthigen Walle »stein, so trieben auch den Wes-sir, die Sterne und die falschen Weissagungen seinemGeschick entgegen. Jni Lager vor Adrianopel hattenzum Entsetzen Aller/ zwey fürchterliche Stürme seinZelt umgestürzt, dem Großherrn selber den Turbanvom Haupte gerissen. Aber Kara Mustapha deuterediese Zeichen: das ungeduldig zürnende Siegesglückwolle die osmanischen Waffen mit Windeseile auf Fein«desboden tragen und seine drey arabischen Wahrsager^weissagten ihm, '„beständiges Glück, bis vor die Pfor-ten Roms!"

Hatte schon der Brand der Vorstädte, am , 3 . Julydie Stadt bedroht, so wäre der darauf folgende er-ste Tag der Belagerung bald auch der letzte ge-worden, indem eine aus der noch brennenden Rosiau,durch Windesgewalt in den Schottenhof verbreiteteFeuersbrunst, nicht nur Kirche und Kloster, den Traun'-schen, Auersperg'schcn und Palffy'schen Pallast ver-zehrte, sondern auch das Haus zu den drey Hacken,das Zeughaus und die dort befindlichen Pulvervorrä-the zu ergreifen drohte. Der erste eilte herbey, desKommandanten Neffe und Adjutant, der 26jährigeHauptmann und deutsche Herr, Graf Guido S t a r-homberg, dieser nachmahls so berühmte Feldherr,bl» früherer Wellington in Spanien, neben unei-nigen Bundesgenossen, im wildesten Gcwirre der Par-teyen, mit den größten Hindernissen kämplend, auch"1 Italien Vendomes würdiger Gegner, llberwinderund Versöhner der ungarischen Mißvergnügten! —