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Lo 6 D i e Schlacht des Entsatzes.
mehle und Maulthiere, beyio,o»o Schafe, 100,00»Malter Korn, ganze Magazine von Caffeh, Zucker,Honig, Ohl, Reis, Schmalz, Baumwolle, Lein-wand, Leder, Pelzwerk, eiserne Platten und eine, denGlauben übersteigende Zahl von Munition und Kriegs-vorrath. Viele Hausherrn der Vorstädte konnten sich,als sie wieder hinaus kamen , in den Ruinen gar nichtmehr zurecht finden, trafen aber ihre Keller und ihreHöfe so mit Vorräthen jeder Art voll gepfropft, daßsie ihre Häuser leicht wieder neu aufbauen konntenund schöner als vorher. Die unermeßliche türkischeBeute hat wirklich nach der Angst und Noth der B e-lagerung, (die vor dem Feinde 44 Oberofficierenund Gemeinen, durch Seuchen aber über 20,000Menschen das Leben kostete) und dem vorhergegange-nen Jammer der großen Pest, wieder in nicht ge-ringem Maße, den Wohlstand und die Lebensfreudig-keit der Wiener-Bürger befördert.
Während aber alles sich erfreute, sich dem Zusam-menraffen des über den Feind eroberten Reichthumesüberließ, zog der Bischof Kollonits auch auf Beutei» das Lager und auf das Schlachtfeld hinaus. SeineBeute waren über fünfhundert verlassene herumirren-de Christenkinder, deren Altern vor Anbeginn derSchlacht, auf den unmenschlichen Befehl des Groß-vezirs niedergemetzelt worden waren, und denen erAllen ein Retter und Vater wurde. Seine Beutewaren die Verwundeten und Verstümmelten, denener Linderung, Trost und Heilung zu bringen be-müht war.