Band 
Vierter Band.
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D i e Schlacht des Entsatzes. L >.5

lammen und schickte seine» Adjutanten Grafen A u-ersperg mit der Siegespost an den Kaiser nach Dür-renstein bey Krems. Kanonen, die große Fahnedes Propheten, viele Standarten und Roßschwcife,» 5 ooo Gezelte, in vielen noch die Speisen auf demTisch, das Brod in den Backofen, fielen in die Hän-de der Sieger. Dem Konig ward die Perle der gan-zen Beure, Kara Mustaphas unschätzbares Gezelt,mit einem baaren Schatze von zwey Millionen in Gold,gegen 600 Säcke voll Piaster, seine von Gold undEdelsteinen strotzenden Waffen, sein köstlich geschmück-tes Leibpferd, seine geheime Kae'zley mit den wich-tigsten Aufschlüssen über die ungarischen Mißvergnüg-ten und über die Einflüsterungen Frankreichs.

Am i 3 . Sept. mit der Morgendämmerung,machten sich die Wiener nach zwolfwochentlicher Ein-kerkerung wieder einmahl zur Stadt hinaus, in desFeindes Lager. Da die Stadtthore noch gesperrt undverrammelt waren, kletterten sie über die, an der^>urg - „„d Löbelbastey niedergestürzten Mauern,über die ruinirten Abschnitte und durchbrochenen Palli-sade» in des Feindes Lager hinaus. Die Vorräthe des-selben waren so ungeheuer, daß die heute zui»plündern berechtigte» Soldaten, nur bares^eld und Kostbarkeiten nahmen, alles Übrige dendienern ließen. Man sah, wie die türkischen^fficiere f ü r s i ch gesorgt , während der gemei-"e Mann Abgang litt, und Überfluß und Man-gel waren, in, Kriege so oft, hier auf dem engsten^kaume beysammen, bey 20,000 Büffel, Ochsen, Ka-