sio Einzug der Sieger in Wie».
traf. Der Herzog aber und Starhemberg eilten nachNußdorf, den Kaiser zu empfangen, der am i< 4 .Vormittags dort eintraf, unter Geschühcsdonner durchdas türkische Lager ritt, am Stubenlhor den Magi-strat und die Schlüssel der, heldenmürhig vertheidig-ten und glorreich befrcyten Stadt empfing, und selbemit gerechter Anerkennung der geschehenen Wunder ta-pferer Treue wieder zurückgab. Bey St. Stephan hör-te er deS Bischofs Kolonits Te Oeurn , von da ginges in die Staltburg, wo der Kaiser mit den bxydenKurfürsten von Bayern und Sachsen speiste und desandern Tages auf die Einladung des Vicekanzlers undder Unterfeldherrn der Krone Pohlen, im Nahmenihres Königs, hinaus ins Lager zog. Am rechten Flü-gel desselben begrüßte Leopolden der bayersche Kurfürstund zeigte dem Kaiser, daß er mit eben dem goldnen,reich mit Edelsteinen gezierten Degen beym Entsatz«gestritten, den ihm der Kaiser einst am Marienaltarzu Alt-Otting geschenkt. — Noch verewigt eine Py-ramide die Stelle der Zusammenkunft Leopolds undSobieskys und ihrer brüderlichen Umarmung. —Ta-ges darauf ging Leopold wieder nach Linz, um diege-hörige Zeit zu lassen, die zerschmetterte Burg, diean mehreren Stellen gebrochenen Walle, allmahligwieder herzustellen, Lager und Straßen zu reinigen,zum Bilde gottgesegneter Erhaltung und nimmermeh«einer grausamen Zerstörung. —Sobiesky und der Lo-thringer zogen langsam dem Feinde nach gen Raab. —'Starhemberg erhielt den Marschallsstab, die Würdeeines Staats - und EonferenzministerS , 100,000