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Vierter Band.
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Städtische Polizey.

lichen Jugend, des Adels und der Reichen gebrauch-ten Franzosen und Französinnen. — Der früherwegen Kundschaft und Briefwechsel mit den ungari-schen Mißvergnügten und mit den türkischen Gränz-paschen, auf die Juden geworfene Verdacht, fielnun auf die Z i g e n n c r. Vorzüglich wahrend der Ra-kvczyschen Unruhen (1704—1708) erging wider siedie schwerste Verfolgung, in der das ganze Volk vo-gclfrey erklärt und befohlen wurde, sie, wo sie be-treten würden , Männer und Weiber, auf derStelle niederzumachen, oder auf die nächsten Bäumezu hängen und nur der Kinder zu schonen, die ge-tauft und in Spitäler zu christlicher Auserziehung >vertheilt werden sollten. Die argen Streiche unddie herausfordernde Eitelkeit der Pagen, die wildenGewaltthätigkeiten der Heiduken, machten, daß dieHerrschaften ernsten Befehl erhielten, Beyden alle Wehrund Waffen gänzlich zu untersagen. Diese Leute trotz-ten häufig auch der bewaffneten Macht, so das; es inden Straßen nicht selten zu förmlichen Treffen mit derSradtguardia und Rumorwache kam, wie denn 1703eines arretirten Lakeyen wegen, ein solcher Tumultentstand, daß die Rumorwache genöthigt war, sich mitdem, auf dem Gtaben Verhafteten, ins Wirthshausznm t'mnm in der Naglergafse zu flüchten und eS zuverrammeln. Die Heiduken, Läufer und Lakeyen for-Arten die Thüre und befreyren ihren Gesellen, fastestürmten und plünderten sogar das Rumorwachhaus amneuen Markt, bis endlich das Militär mir ÜbermachtGeschichte Wiens 4 . Bd.z. Heft. »5