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S t äd tische Polijey.
durchgriff und einen der Rädelsführer, Jakob Bock,einen 2ojährigen Mohren, dem Freymann überanc-worrete, der ihn am hohen Markt, auf den Gal-gen knüpfte.
Trotz der letzten, fcyerlichen Vertreibung undtrotz dem, daß Räch und Bürgerschaft alle Anlagender Juden an die Kammer zu bezahlen auf sich ge-nommen , gegen dem, daß sie weder in der Stadtnoch in den Vorstädten geduldet werden sollren, hat-ren sie sich dennoch bald nach der Belagerung rechtfest wieder eingenistet. Die alte Gehässigkeit blieb.Mit den Studenten kam es häufig zu Thätlichkeitenund in demselben Jahre, mit dem" die regelmäßigeHerausgabe einer privilegirten Wiener Zeitung,des Wiener-Diariums begann (am 2i. July 1700),erhob sich sogar ein blutiger Aufruhr aus dem gering-fügigen Anlaß, daß ein Jude und zwey spielendeSchornsteinfeger, am Peter, vor dem Hause desHoffactors Samuel Oppeuheimer, einander wechsel-weise höhnten. Die Rumorknechte verjagten den einengar zu ausgelassenen Jungen durch ein Paar Jagd-hiebe. Die Zuschauer fanden es empörend, „daß einChrist um eines Juden willen geschlagen würde" unddie Gassenjungen warfen mit den Cyern der dort sitzen-den Bauernweiber dem Oppenheimer die Fenster ein.Als die Eyer alle waren, griff man nach Steinen,und da der starke Wachposten am Peter, diesem Un-wesen ruhig zusah, wurde das Haus erbrochen undgeplündert, viel Geld und Kostbarkeiten geraubt,alle Schriften und Handelsbücher zerrissen und das