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Städtische Pol i z e y.
prächtigste Geräth zum Fenster hinausgeworfen, und denWeinfässern die Boden eingeschlagen. 2 » verborgneGewölbe eingeschlossen , rettete» die Juden kümmer-lich ihr Leben. Jetzt erhielt die Hauptwache den ern-ste,, Befehl, der Raserey ein Ende zu mache», eSkoste, was es wolle. Nachdem sie fruchtlos gewarnt,feuerte sie unter den Haufen, der sich schnell verlief.Weil aber die Unruhe bis zum späten Abend fortdau-erte und die ganze Stadt in Bewegung war, wurdenam Graben, am Stephansfreythof, unter den Tuch-lauben und am Peter selbst, Kanonen aufgeführt undam frühen Morgen die Rädelsführer, ein Schwerr-feger und ein Rauchfangkehrer, die man aus demBerte gehöhlt, an die Fenstergitter des Judenhausesaufgeknüpft, sohin unter Trompetcnschall, Allen Am-nestie verkündet, die das Geraubte auf die Schrane, zurückbringen würden. — Die damahls mit ungemei-nem Beyfall aufgenommenen Glücks Häfen gabennicht minder Anlaß zu mehreren thätlichen, nur durchGewalt gebändigten Unordnungen.
So glücklich das letzte Jahrzehend des XVU.Jahrhunderts sich für Leopolds Waffen wider die Un-gläubigen anließ, so wenig günstig erwiesen sich sei-Nem Hoflager die Elemente. Wie am i 5 . Sept.rbcjo, so erschütterte am st. Decemb. 1690 ein mäch-tiges Erdbeben die Stadt und drohte dem Stephans-thurm den völligen Einsturz. Im Sept. 1691 zeigtensich i„ der Stadt und in den Vorstädten, jedoch ohne soverheerende Folgen, Spuren der Pest und die alten.