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Vierter Band.
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228 Der portugiesische B o th s ch a fk e r.

hierin und sonst sehr gewissenhaften Chroniken kennenkeinen furchtbarern Hagel, als jenen, eines von Hül-teldorf heranziehenden Ungewitlers, das vomKärnrh-ner- bis zum Schottenthor hinüber alle Fenster zer-schlug, dessen Schloffen über eine Faust groß und eini-ge über ein Pfund schwer gewesen. (>>, July 1689).

Wir haben oben (S. > 45 ) gesehen, wie lan-ge, nachdem Po rtugall das spanische Joch abge-worfen (>640) und das Haus Braganza, einZweig des alten Konigsstammes den Thron bestiegen,diese Veränderung in dem, mit dem MadrilerKabinet eng verbundenen Wien, nicht erkannt wor-den sey, wie lange man nicht damit fertig werdenkonnte, zu ergrübeln, auf welcher Seite denn dieLegitimität und das Prinzip sey? Erst1696 wurde der erste portugiesische Bochschafcer an-genommen, der Fürst von Ligne, Marquis d'Äron-ches, dessen Einzug an Pracht Alles übertraf, wasWien seit langer Zeit gesehen. Aber sein Hierseynwar kurz und sein Ausgang blutig. Er hatte auf denjungen Grafen Johann Ferdinand von Hallwyl,aus Liebeseifersucht, grimmigen Haß geworfen, lockreihn, seinen täglichen Gast, auf die Jagd, außerBurkersdorf, hinter Gablitz, gegen den Nieder-berg zu und ließ ihn dort im Dickicht, unferne derStraße, vor seine» Augen, kalten Blutes, durcheinen welschen Banditen erdolchen. (20. Aug. >696).Zur schnellen Flucht des Mörders waren unterlegtePferde schon bereit. Der Bothschafter fuhr ganz ruhignach Wien zurück und beklagte sich in der Abendge-