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Der Cza ar zu Wien.
ge zum Willkomm und zu einer Unterredung einge-führt, die tief in die Nacht dauerte. — In den fol-genden Tagen besah der Czaar in immer neuer Ver-kleidung , alle Merkwürdigkeiten Wiens, bestieg denSrephausthurm, befuhr die Donau, empstng sehr ver-gnügt (am 2 c,. Juny, am Pererstage,) die Glück-wünsche des gesammren Adels, horte mit großem Er-staunen des Abends eine reich besetzte Instrumental-musik, bey der sich über 3oo Dgmen mit ihren Ca.valieren dinsauden. Am Ende dieser Musik rvurde einprächtiges Feuerwerk abgebrannt und die ganze Gesell-schaft köstlich bewirthet.— Am 11 . July veranstalte-ten der Kaiser nnd die Kaiserinn dem Czaar zu Ehreneinen großen, geschlossenen Ball mit prächtigen Cha-raktermasken, im Gartensaal der Favorite. Der Ezaartanzte als sriesländischer Bauer unermüdbar und mitlauter Freude bis an den lichten Morgen, russischeWeisen singend und die Damen im Kreise und halb inLüften schwenkend, wollte aber nicht recht begreifen,daß er die ihm auserkohrne, friesländische Bäuerinn,die schone Gräfinn Thurn nicht gleich bey sich behaltensollte? Der Kaiser als Wirth, stand von der Tafelauf und trat mit einem herrlichen Krystallpokal zumFtiesländer Bauern, ihm des Czaars Gesundheit zu-trinkend , worauf ihm dieser den Pokal vom Mundewegnahm und in ziemlich gutem Deutsch, mit denWorten auf einen Zug ausstürzte: „Er kenne denCzaar von Moskau in-und auswendig, dieser sey demKaiser so ergeben, daß, wenn auch pures Gift in