234 Josephs 7 . Vermählung.
Sammt gekleideten Wiener Bürgern des außer» Rathsgetragen und geführt, an die Perec zahllose Fragenrichtete. — Der Czaär nach der Sitte und Eti-quette des Abendlandes überaus begierig , wohnteals Attachü seiner eignen Borhschaft bey. Sie erschiensämmtlich in veralten, russischen Nationaltracht, dochder Ezaar und Lefort ohne lange Bärte. Am Vor-abende der Abreise nach Venedig, kam ihm zu Gum-pendo r s die düstere Kunde vom A u f r u h r derStrelitzen und ihres wahrscheinlichen Einverständ-nisses mit seiner, auch im Kloster noch nicht ruhigenSchwester, der Czarewna'Sophia. — Sogleich gaber den Lieblingswunsch der italienischen Reise aus, ließzur Beendigung der, in Bezug auf den nahe» Car-lowitzer Frieden mit dem Wiener Hofe noch zu voll-führenden Unterhandlungen, den Generalen GrasenCzermetew i» Wien zurück und eilte spornstreichs durchPohlen nach Moskau, zu blutiger Rache und dauern-der Ruhe. '
Das folgende Jahr 1699 erfreute die Wiener dieVermählung des geliebten Thronfolgers Joseph mitder Herzoginn Amalie von Braunschweig, die, (nach-dem sie in Italien zur römischen Kirche übergetreten)ihm zu Modena durch Procuratio» vermählt wordenund am 24. Februar aus der Favorite ihren feyerli-chen Einzug beym Stubenthor durch drey herrliche Tri-umphpforren unter dem Donner detz Geschützes, demGeläute aller Glocken und der Beleuchtung der gan-zen Stadt, zur Trauung bey den Augustinern hielt.Die ll ngarn unter ihrem Palatin verdunkelten bey