Der spanische E r b f o l g e k r i e g. 2%tj
ernsthafter Berathschlagung i» Versailles, ob,manes annehmen und Philipp nach Madrit schicken, oderdem mir England und Holland geschlossenen Theilung-;-tractar treu bleiven solle, entschied endlich Ludwig XIV.für das Erstere, erkannte noch darüberhin, da Jacob II.als Flüchtling ju St. Germain starb, seinen Sohn,den P r a te nd e n t e n, als König der brittischen In-seln und hob hiermit den Handschuh eines i2jöhrigen er-bitterten Kampfes auf, der Frankreich an den Randder tiefsten Erniedrigung und des Verderbens führte.
Bereits im Frühjahre 1701 ergingen zu Wien,Patente wegen Behauptung der Nachfolgerechteauf Spanien ; aber erst im Herbst 170h , konn-te der nunmehrige Hofkriegspräsident, Prinz E 11-gen von Savoyen es dahin bringen , daß endlichgeschah, was vor fünf Jahren von den glücklichstenFolgen gewesen seyn würde , daß Leopold undder römische König Joseph (,2. Sept. 17öS) aufalle ihre Rechte auf bic spanische Erbschaft zu Gunstendes Erzherzogs Carl in feyerlicher Versammlung desgeheimen Raths und des Hofes verzichteten und ihnals König von Spanien proclamirten. Er ging sohinüber Holland und England nach Lissabon zum vereinig-te» britrisch-holländisch - portugiesischen Heer. Major-ba und Sardinien wurden für ihn erobert; Catalonien,jum Theile auch Valencia und Arragon, vor Allem^arcellona begrüßten Carl IN. als ihren König. — Dieseltene, durch keine kleinliche Eifersucht getrübte Freund-schafr dreyer wahrhaft großer Männer, Eugens,brittischen Oberfeldherrn M arl b 0 r 0 ughs