Band 
Vierter Band.
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£>er 0 j a t Ij m a r e v Friede n. 207

kehrte , war Karoly doch noch schneller und hatte sichindessen schon mir j.0,000 Alaun und anderthalbhun-dert Fahnen unterworfen. — Zwölf Tage nach JosephsHimrikt (29. April 1711) kam der Sz a t h m a r e rFrieden zu Stande, der der Nation ihre consti-rulionsmäßigen Freyheiten, die Reichswürden nurEingebornen, den Protestanten die vertragsmäßige,freye Religionsübung sicherte und Niemanden (selbstden Rakoczy nicht), von der allgeineinen Amnestieausschloß; fürwahr ein Beyspiel hoher Mäßigung,Scaatsklugheir und Menschenkenntnis;, daS bey einemedelstolzen Volke, wie die Ungarn, seiner Wirkunggewiß war, schon 3 c> Jahre darauf wuchernde Zinsentrug und den, von Allen verlassenen, von den Meistenfeindlich bedrängten Thron *) wider eine halbe Welt,durch dieselben Kräfte aufrecht erhielt, die ihn langeund mächtig erschüttert hatten. Auch fetzt noch trautenRakoczy und einige Wenige nicht und flohen, starbenjenseits des Hellespont, oder im hohen Norden, oderim Gewuhle von Paris, der Ruhe in vaterländischerErde uniherrh. — Der Kaiserinn Mutter Regenrfnnwar es vorbehalten, das Siegel auf diesen großenAcr der Versöhnung und Duldung zu drücken und zuthun, wozu sich Leopold in so langen Jahren nie hattevollständig entschließen, wodurch nahmenloses Unheilhätte erspart werden können, ihr, einer Frau von sol-cher Frömmigkeit, daß sie in ihrer frühen Jugend,Alles aufboth, um häßlich zu werden, daß kein Fürst

*) 1741* Morianjur j>ro rege noslro> Maria Theresia!Geschichte Wiens. 4. Bv, 3. Heft. 17