2öo Verwaltung d e s Innern.
Seine großen Straßenanlagen , wie sein neuer Frey-hafen Trieft, ja selbst Fiume, Buccari und PorroRe, nahmen bald den größten Einfluß auf die Wie-derbelebung des Zwischenhandels nach dem Norden, derim Mittelalter der eigentliche Born von Wiens un-verwüstlichem Reichthum gewesen ist, wennauch Pe-nedig immer tiefer sank, weniger durch Triests ju-gendlich kräftige Rivalität, als durch die Verwitte-rung und Verknöcherung der Republik und dadurch,daß das Meer, seine alle Herrinn jetzt nicht wieder-erkannte und immer weiter von ihr zurückwich; wen»es auch so tief sank, daß der älteste, zum Theil vonreichemWaarenstapel Herstammende Nahmen der Ja-ge rzeile: „Beliebiger Au," eine kaum mehr erklär-bare Antiquität geworden war. — Eben so belebte sichauch wieder jener alte Zug nach den Ii ie der lan-de n, der schon unter den Babenbergern, die K ö ll-ner, die A ach »er, die Mastrichter zu unmit-telbaren und beständigen Handelsfreunden der W i e-n e v gemacht und denen von Brügge eine so be-deutende Rolle unter den Wiener Tuchlauben, anden Wechselbänken , auf der Drandstatl, amJudenplatz und beym Haspelmeisteramt am rothenThurm (XI. .26) zugewiesen hatte. — Mußte auchdie Handln,igscompagnie von Ost e n d e der Eifersuchtder Seemächte aufgeopfert werden, so verdoppelte Carlseinen'Eifer für den Handel nach der tzevante, mach-te Wien zu dessen eigenthümlichem Mittelpunct, bau-te auf der Donau eine Menge Handelsschiffe undKriegsfahrzeuge, von 36 bis 40 Kanonen, auch von