Verwaltung des I » ne r n. 261
61 vom Brieten Davids und vom Hamburger FokeJürgenfen erbaut, die unter ungeheurem Zulauf undin des Hofes Gegenwart feyerlich eingeweiht, bey ih-rer Abfahrt nach Ofen und Peterwardein von der ro-then Thurm - Bastcy feyerlich salutirt worden sind. DerAdmiral Pallavicini hatte sie mit Matrosen aus Ge-nua, Hamburg und Livorno bemannt; dasie aber schonzwischen deni Prater und der Donau, dann bey Pe-tronell auf Sandbanken sitzen blieben, fand man es dochnickt überflüssig , den fremden Wundernmännern kun-dige Donauschiffer mitzugeben.— Die Unterhandlungum den Barbarcsken wegen der Sicherheit der oster«.reichischen Flagge, führte einen Gesandten von Tri-polis über Venedig zum schwarzen Adler in die Leo-poldstadr. — Das Lamm daselbst war die gewöhnlicheAbsteigewohnung der türkischen Abgesandten. — Derzunehmende Handel mehrte auch wieder die Juden in *Stadt und Vorstädten, die selbst bey der Gründungder L i n z er-Wo lle n ze ug-F a b r i k und ihrerHauptniederlage in Wien (1718) nicht unthätig blie-ben. — Kunsterfahrne Arbeiter aus Venedig und ausden Niederlanden gaben 1718, der schon 1701 ent-standenen S p i e g e l f a b r i k zu N e u h a u s neuenUmschwung und ein anderer thätiger Niederländer,der Kriegsagent Claude du Paguier errichtete 1718die Porzelanmanufaktur in der Roßau.
Der Übermuth der GewerbSleute hatte sich wohlseit langer Zeit nicht so unbändig gezeigt, als indemAufstand der Schuhknechte (>722) diedurch lang-wierige Haft und körperliche Strafen nicht gebessert,