Band 
Vierter Band.
Seite
266
JPEG-Download
 

266

Große Baute».

der R e i ch s k a n z le y (1728) durch Fischer von Er»lach, der H e r k u l e s - S t a t u e n Akachiclis am Burg-platze, der gänzlichen Verbindung des Vierecks deralten Burg (S ch w e i z e r h 0 f) mit dem entgegenge-setzten des A m a l i e n h 0 fs, wie vor einem halbenJahrhundert südwärts durch die leopoldinische Burg,auf der Seite der Burgwache, so jetzt nordwärtsdurch die carolinische Burg oder Reichskanzley,gegen die Schausiergaffe — des herrlichen, durch Ra-phael Donners Metallbilder geschmückten Brunnens amneuen Markte, jenes am Hofe, des von Carln (1722)in der unaustilgbaren Liebe für das Volk seiner Ju-gend, inmitten dessen er so viele Kriegesnoth, so vieleZweydeutigkeiten seiner Alliirten und den bitterstenTrennungsschmerz erlebt, gegründeten spanischenSpitals — und erzählen ausführlicher , wie am1. Juny 1722 Jnnocenz XIII., auf des Kaisersbeharrliches Andringen, trotz des Widerspruches vonPastau, Wien zum Erzbisthum und zur Metropoli-tankirche erhoben. — Graf Sigmund Kollonits, vor-her Bischof zu Waitzen und jetzt seit Rummels Tode ,1 Verweser der hiesigen Carhedrale, wurde erster Erz-bischof.

Die Truppen waren bisher in gewissen Quar-tieren der Stadt, nur in hölzernen Barraken unter-gebracht. Carl begann den Bau großer Ca fer-nen, und ermunterte auch die Stände und die Bür-gerschaft hi erzu; so am Gerrcidemarkr, zuerst bezo-gen von Eugens Regiment, den savoyischen Drago-nern, späterhin meist nur von Grenadieren, die Leo-