Verwaltung des Innern. ig
ausgehen zu lassen; wie ihr feines Gefühl für dasSchickliche, für die Macht der Sitte, für die Wür-de der Frauen, die Nation selbst veredelt habe! —Die Bildung, die man ihr beygebracht hatte, warsehr gering; dennoch siegte ihr herrlicher Geist, den-noch bewahrte sie die größte Achtung gegen die Wis-senschafccn. Sie waren der Weg zu den wichtigstenStellen und Kunst und Geschmack waren ein sichererAnspruch an ihr Wohlgefallen und an ihre Freygebig-keit. Ihre Aufmerksamkeit und Achtung ermuntertennoch weit kräftiger, als ihre (weder zu späten, nochzu sparsamen) Belohnungen. Gerne ließ sie dem Talenteinen unschädlichen Grad von Freymüthigkeit, ohne denkeine geschichtliche Wahrheit und Würde denkbar ist.Darum erstanden ihr auch für jedes Fach, Männer vonVerstand, Kraft und Biedersinn, wie sie oft vergeb-lich gesucht worden. — In dem kurzen Zeitraum vonacht Jahren zwischen dem Aachner Friedenund dem siebenjährigen Krieg, fallen außerden obgenannten militärischen llnterrichtsanstalten,auch Wiens Theresia n um (in der Favorite,) diedamit vereinigte Stiftung der an Eugens Vetter,Emanuel Herzog von Sav oyen vermählten Für-stinn Therese von Liechtenstein, Tochter des rei-chen Fürsten Hanns Adam, dieselbe, der auch dasWiener adeliche Damenstifc seinen Ursprungdankt, das Convict des Grasen Johann Jakob vonLöwen bürg bey den Piaristen in der Joscphstadr.(1745— 1749) Ihnen ging die Ritterakademie zuKremSmünstervoran (1744,) es folgte die ö r ient a-
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