Band 
Fünfter Band.
Seite
30
JPEG-Download
 

3 o Joseph II. vermählt u. r ä m. K onig.

züge wurden matter. Peter III., wie er den Thronbestieg, hieß sogar die Rnffen unter Ezernicschew auflern Schlachtfelde von Liffa zu den Preußen stoßen.Doch in wenigen Wochen darauf (9. — »7. July 1762)verlor der unkluge Mann, Thron und Leben, durch''eine Gemahlinn, die große Katharina. Frie-drich ward, wie seine Generale, (nur Prinz Heinrichnicht) oft geschlagen. Bey T 0 rg a u, (1760), als ihmam Wachfeuer die matten Kugeln aus dem blaueli Über-rock fielen, zeigte er seinen Grenadieren das Gift,das er für jeden äußersten Fall immer bey sich trug. DieÖsterreicher siegten dann bey Torgau nicht, schienenaber unüberwunden. Oft hatte Friedrich fast gar keinLand mehr, als so weit eben seine Posten reichten,keine nationale Armee, sondern nur gezwungeneFremde, Ausreisier, Überläufer; Lissa war eigentlichdie einzige große Niederlage der Österreicher, 80 Mil-lionen waren wider 6,— und 700,000 Man» wi-der 260,000 '— und der H u b e r t s b u rg e r Frieden(a 5 . Jänner 1762) ließ dennoch Schlesien den Preußen !

Wien hatte indessen, Abgesandte der Pforte undder Barbaresken und am a. Oct. 1760 den prächtigenEinzug Jsabellens von Parma, Braut des Kron-prinzen Joseph vom Belvedere durch das Karnthner-thor und die Triumphpforten am Stock im Eisen undam Michaelerplatz zur Trauung bey den Augustinerngesehen. Dabey paradirte zum ersten Mahle die un-errichtete adeliche, ungarische Leibgarde, diein Preßburg (26. Sept.) mir großer Feyerlichkeitd en Eid der Treue geschworen irnd für die der craulso-nische Pallast außer dem Burgthor erkauft worden