Band 
Fünfter Band.
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A ufheb u n g der Jesuiten. 3 g

Bühne , war ein Mann thätig, den Theresia aus deruntersten Reihe empor hob und der insonderheit auchauf diese Stadt einen sehr mächtigen und wohlthä-tigen Einfluß gehabt hat, Joseph von So n n e n s e l s,von Nikolsburg in Mähren gebürtig, Schöpfer des Lehr-stuhles der politischen Wissenschaften, unter Franz I.,am Ende seiner langen, rühmlichen Bahn, Slephans-ordensrittcr, Viccpräsident der Gesetzgebungshofcom-miffion, Präsident der Akademie.

Am 14. Sept. 1773 Vormittags fuhr der Car-dinalerzbischof in das Probhaus bey St. Anna, zuden obern I e su i ten ins Profeßhaus am Hos, zuden untern Jesuiten bey der Universität und eröffneteihnen ihre von Clemens XIV. auf Andringen derMächte, insonderheit der bourbonischen Höfe zu Ver-sailles, zu Madrid, zu Neapel, zu Parma begehrteAufhebung: eine Maßregel, in die Theresia amspätesten gewilligt, die einen gänzlichen Umschwung inder National - Erziehung und Bildung hervorgebrachthat. In das älteste Collegium, in den Herzogs-hos des Jasomirgocc, kam der Hofkriegsrath, nachSt. Anna die Real - und die Kunst - Akademie und diedeutschen Schulen, in jenes nächst der Hochschule, dergriechische Clerus, Gymnasien, ein Piaristen - Convict.Die italienische Nation erhielt, statt der nunmehrverbauten, welschen Kapelle bey den Jesuiten amHof, die Katharinenkapelle bey den Minvritcn.Friedrich II. und Katharina behielten die Jesuitenbey.