52 Josephs u.Reise» und Reformen.
mungen. Auch gab die Hitze dieses Sommers desArztes Ferro kalten Bädern nächst dem Augartenihren Ursprung.
Am > 5 . Oct. befestigte Josevh die schon vor neunJahren durch seine unsterbliche Mutter geschenkte Ga-be durch das allgemeine Toleranz edict und vol-lendete Theresiens starke Beschränkungen der Leib-eigenschaft durch ihre gänzliche Aushebung undVerwandlung in eine gemäßigte Unrerchänigkeit(,. Nov. 1761) wie solche ob und unter der Ennsschon lange bestand.
Am 11. April 1781 wurde alle Verbindung derösterreichischen Klöster/ deren bey 2,ic>c> waren, diegegen 70,000 Mönche und Nonnen enthielten, mitRom, mit den Qrdensgeneralen, mit allen auswärti-gen Congregationen untersagt. — Alle Dispensen soll-ten nur mehr u ne n tg e l d l i ch ertheilt, keine derGotlesgelehrtheit beflissene Jünglinge fürder mehr indas Collegium germanicum Roms oder Paduas oderin das kroatische nach Bologna abgeschickt werden. —Jene Anstalten wurden durch ähnliche in Pavia, vor-züglich aber durch die^G e n e r a l s e m i n a r i e n ersetzt.Der gelehrte Prälat von Braunau, Raucenürauch,übernahm deren oberste Leitung. Der erue Rector je-nes zu Wien im ehemahligen Jesuikencollegium, warder Pfarrer der Carlskirche, Johann Lachenbauer,nachmahls Bischof in Brunn. — Die alten, reichen,allzuweitläufigen Pfarreyen sollten zerstückc und mrSeelsorge und Unterricht der zeirher so stark ange-wachsenen Volkszahl sollten vermehrte Pfarren, neue