Band 
Fünfter Band.
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Der Papst zu Wien.

Localkaplaneyen und Schulen sorgen. — Wahrend dieder Erziehung und der Krankenpflege ge-widmeten Orden, (Piaristen, Salesianerinnen, engli-sche Fräuleins, notres Dames, Ursulinerinnen, Eli-sabethinerinnen, barmherzige Bruder rc.) in ihrer schö-nen Wirksamkeit bleiben sollten, erging über viele an-dere das Pos der Aufhebung. — Die ersten wa-ren (,L. Jänner 17H2) Wiens drey Clarisserinnen-Kloster: das Kön ig s kl0 ster nächst der Burg, dieN i k 0 l a e r i n n e n in der Singerstraße, die Sie-be n b ü ch n e r in n e n bey St. Joseph in der Stern-gaste. Aus dem erstern ward der gräflich Fries'schePallast, das evangelische und reformirte-Dechhaus,(die dießfälligen Glaubensverwandten hatten bisher inder schwedischen und holländischen Gesand-schaftskapelle ihrem Gottesdienst obgelegen.) das zweyte«vurde zum Bau bürgerlicher Häuser verkauft und seinAndenken lebt noch im Nikolaigaßchen, das drittewurde zum Poü'zeyhause verwendet.

Plus Vl. entschloß sich nun, Europa durch ei-nen ungewöhnlichen Entschluß in Erstaunen zu sehen,und den Kaiser in seinen kirchlichen Veränderungenwanken zu machen. Der in der alten Weissagung vonden Päpsten ihm zugeschriebene „peregrinus aposto-licus” wollte er in der Thai seyn. Schon am 28. Dec.1781 verkündete der gelehrte Nuntius zu Wien,Garampi den Bischöfen, die er seines vorzügli-chen Vertrauens würdigte, in einein eigenen Hirten-brief, diesen, selbst dem heiligen Collegiiun der Ear-dinäle unenvarceten Schritt. — Am 22. März 1782

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