Band 
Fünfter Band.
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Leopold 11 .

Ludwigs Sache als die ihrige anzusehen und jede Kraftanzustrengen, der alle Thronen bedrohenden Zerrüt-tung und Auflösung einen Damm zu setzen. Am 27.Aug. 1791 geschah die Zusammenkunft Leopolds unddes Erzherzogs Franz mit dem König und Kronprin-zen von Preußen und mit dem jetzigen Könige vonSachsen zu Pillnitz. Beym geringsten Schein derHoffnung wendete sich Leopold zu Blaßregeln der Ver-söhnung. Er erkannte Ludwigs Annahme der Consti-tution für eine freye Handlung, er erkannte, dererste Souverain, die vom Nationalconvent, (stattder weißen) decretirte d r e y fär b ig e Flagge, er ver-both die Bewaffnung der Ausgewanderten und gestat-tete ihnen nur Gastrechte, er hob das dem frauzösi-schen Gesandten ertheilte Verboth auf, bey Hofe zuerscheinen, — aber die Jakobiner wolltenden Krieg.

Das Jahr 1791 bezeichnete für Wie» die Auf-hebung der 1782 errichteten galizisch- adelichen Leib-garde, statt deren 40 Jünglinge jenes Königreichs inder Neustadt, auf Staatskosten erzogen und 80 Edel-leute als Garden, 2 als Secondwachrmeister, 1 alsOfficier bey der deutschen Arciereugarde angestellt wer-den sollten, — die erste Luftfahrt durch denFranzosen Blanchard, der sich am 6. July Mittagsim Prater erhob und um ein Uhr bey Großenzersdorfwieder auf die Erde kam, — dann am 19. Aug. dietheilweise Wiederherstellung der theresianischen Rit-terakademie im löwenburgischen Convicte. Die gänz-liche Wiederherstellung geschah 1797 durch Franz 11 . —