Band 
Fünfter Band.
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Leopold II.

Jstii 4 . Aug. 1791 war der Sz i st 0 wer Friedezwischen Leopold und Selim III. geschlossen. — Ami Febr. 1792 hielt der türkische Bothschafter EbnB-kir Rarif Effendi seinen Einzug von derSchwechatbeyder St. Marper Linie aus den Rennweg/die Carls-kirche vorbey / über das Glacis und über die obere neueDrücke nach der Leopoldstadt/ in das Baron Eggeri-sche Gartengebäude. — Zwey Tage / nachdem Leo-pold seine Beglaubigung empfangen (26. Febr.) be-fiel den Kaiser eine Entzündungskrankheit,die so schnellum sichgriff, basier des andern Nachmittags (i.März1792) seinen Geist aufgab, an demselben Tag, alser vor zwey Jahren Florenz verließ, diesen erschüt-terten Thron zu besteigen, am nähmlichen, den ihmder Jakobiner Trotz als peremptorischen Termin zueiner genugthuenden Erklärung vorgeschrieben hatte,in derselben Stunde, in welcher der Minister Delessartder Nationalversammlung, Kaunitzens rührendeund würdevolle Antwort an Noailles, den Bothschas-ter in Wien vorlas.

Kürzer als Leopold hat kein Habsburger regiert,doch war seine kurze Regierung merkwürdig; die balddarauf von schwerer Vergeltung heimgesuchten Nie-derländer ausgenommen, waren überall Gehorsamund Liebe und Vertrauen wiedergekehrt. Der gegenÖsterreich gerichtete Bund war aufgelöst. Er sammel-te sich vielmehr unter Österreichs Banner wider das,aus Frankreich täglich wilder herüberbrüllende, alleThronen und Pallaste wie alle Hütten bedrohende Un-gewitter.