Band 
Fünfter Band.
Seite
114
JPEG-Download
 

ix 4 D i e F r c y w i l l i g e n u. d. A u fg e k o t h.

sammen, die vom Staate nichts forderte», als Waf-fen, alles Übrige durch sich selbst bc,stritten, oderdnrchBeyträge Anderer. Sie Tyroler und die Bre is-gauer waren mit dem ruhmwürdigstcn Beyspielevorangegangen. — ?luf Baron Thuguts Befehl schriebJohannes Müller, damahls Hofrarh in derStaatskanzley, seine vortrefflichen, vorzugsweise andas Wiener Publicum gerichteten: „Gefahren derZeit, — Mantua," — „die Ausbeute von Borg»forte," — „das sicherste Mittel zum Frieden." — Mitseltenem Feuereifer verfolgte der Regierungspräsident,einst Wiens Stadthauptmann, Franz Graf von S a u-rau, das hohe Ziel: Nationalität der Na-tionalität entgegenzusetzen und die Con-vulsione» einer bösartigen ephemeren Idee durchdie Allkraft einer pfl i ch t m äßig e n und heiligenzu überbiethen ! Dennoch reifte dieses großartige Vor-haben erst im folgenden Jahre, als der Feind schondem Semmering nahte, und es kam jetzt nurdas Corps der Wiener F r e y w i l l i g e n , ein1400 Mann starkes leichtes Fusilierbatai'llon zuStande, mit der Begünstigung, den Grenadier-marsch zu schlagen und für die darin dienende» Be-amten und Studierenden, ihre Gehalte und Sti-pendien während ihrer kriegerischen Dienstleistungbeyzubehalten. In Stockerau war der Sammelplatzund Major Kowosdy der Befehlshaber. Die Fahnen-weihe geschah mit rührender Feyerlichkeit auf demGlacis. Das Corps marschirte sodann über Klagen-furt und Briren nach Trient zum Heer des F. Z. M.Alvinzy, das den, durch die Schlacht von Arcole