Band 
Fünfter Band.
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116 Die F r e y w il l i g e n u. d. A u f g e b o th.

scnstall eines Fleischhauers ein. Die ganze Vorstadtwar in der größten Gefahr und dankre ihre Rettungnur den unvergleichlichen Löschanstalren. Kein Menschkam dabey um; aber bey dem ungeheuern ZulaufNeugieriger und dem verwirrten Durcheinanderren-nen und Flüchten wurden sehr viele Personen, jedochunbedeutend beschädigt.

Drey Monathe nach Proveras Capitulation wargleichwohl das W i e n e r A u f g e b o c h in M a s s c,auf den Beinen. Nach Mantuas Fall und dem schnelldarauf gefolgten Frieden mit dem Papste, drangBonaparte über die Piave und den Tagliamento. Ihmgegenüber stand nun der vom Rhein berufene Erzher-zog Carl mit den geringen Trümmern des völlig tes-organisirren Alvinzy'schen Heeres. „Bis jetzt kamenmir immer Heere ohne Feldherrn entgegen,jetzt aber ein Feldherr ohne Heer," sagte Bo-naparte zu seinen Soldaten. Er nützte seine Über-macht, überwältigte die Engpässe der norischen undcarnischen Alpen und drang bis über Judenburg undLeoben. — Die erste Bestürzung in Wien war großund das Flüchten zahlreich; die Schulen und einigeLassen wurden gesperrt. — Der RegierungspräsidentGraf Säur au (der wenige Tage zuvor, dem ehr-würdigen Bürgermeister Hörl, die ihm von Sr.Maj. zur Feyer eines, in thätiger Dienstleistung zu-rückgelegten halben Jahrhunderts bestimmte goldeneEhrenkette und Medaille nebst dem Regierungsraths-decret übergeben hatte,) foderte am 4 - April WiensBürger, falls die neuerlichen Bemühungen zum Frie-