Band 
Fünfter Band.
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127
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fft a tu ve ve ignisse. 127

Am Tage der Nahmensfeyer des Monarchen ( 4 .Oct.) eröffnete der Hofstatuar Joseph Müller sei-ne Kunstgallerie am rothen Thurm.— Das Ende die-ses Jahres bezeichnete eine überaus strenge Kälte. Am26. Dec. zeigte das Thermometer 18 i /5 Grad un-ter dem Eispunct/ der tiefste Stand, seit in Wien.Beobachtungen aufgezeichnet wurden. Diese Kälte,dauerte im Jänner und Febr. 1799 fort. Bey dem,.Ende Febr. eingetretenen Thauwetter verstopfte dashäufige Eis den Ablauf des Wassers so, daß, so wieviele Ortschaften im Marchfelde, nun auch die Vor-städte an der Donau überschwemmt waren und dasWasser beym Schanzet in die rothe Thurmstraße, aufden Fischmarkt und Salzgries drang. Der Monarch,der Adel, die Bürgerschaft spendeten der ärmerenClasse, zumahl der überschwemmten Vorstädte, gro-ße Wohlthaten, und nur des. Monarchen ermuntern-de Gegenwart hinderte an der Erdberger Brücke ar-ges Unglück, da zehn durch den Eisstoß von dem Ufergerissene, große Kehlhammerschiffe gegen die Brückegetrieben, ihr und der Umgegend arges Unheildrohten.

Vom März bis in den Dec. 1798 war Berngefallen, hatte Reding für Schwytz vergeblich gestrit-ten , war Stanz ei» Schutthaufen, war das Murt»ner Beinhaus, war die Tellskapelle zerstört, derPapst ei» Gefangener, prangte Rom wieder unterConsulen und Tribunen, im Rost, aber ohne die Hel-denkraft des Alterthumes; war Malta verrathen,Ägypten erobert, Piemont revolukionirt, in