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Am 24. Iuny Abends verstarb im Kaunitz'schenGartengebäude Pl Mariahülf die Erzherzoginn Chri-stine. Ihr letzter Gedanke war eine große Wohl-that für W i e n s südwestliche Vorstädte,Mariahülf, Leimgrube, Windmühl, Schottenfeld,9 eubau, Neustifc, St. Ulrich, Josephstadt undSpitrelberg. Das Gedränge um die wenigen Brun-nen harte die menschenfreundliche Fürstinn gerührt.Sie beschloß dieser Waffernoth abzuhelfen und über-trug die Erfüllung dieses Wunsches sterbend ihrem Ge-mahl , dem Herzog Albert von Sachsen - Teschen.Er, dessen ganzes Leben der Kunst und der Wohl-thätigkeit geweiht war, legre rasch Hand ansWerk. Der Scadtunterkämmerer Wohlleben ent-deckte im Hütteldorfer Gebirg geeignete Quellen, diein einem großen Wasserbehälter gesammelt und darausdas Wasser ’jioö Klafrer weit, in eisernen Röhrenunter der Erde bis in die obgenannten Vorstädte ge-führt wurde, wo inzwischen auf angemessenen Plätzen,steinerne Wasserbecken sich erhoben. Im July und Au-gust iüo 5 ergoß sich aus denselben reichliches Was-ser. Am größten jener Becken, vor der MariahülferKirche, verewigt eine einfache Inschrift die großeWohlthat. *)
*) Aquae perennes 7155 ab urbe hexap. conlectae ci-vium suburb. commodo diu exoptatum mimus Ma-ria Cbristina magnae Theresiae silia constituit. Vo-tum uxoris explevit Albertus reg. pol. dux Saxo,Tesch. i8o5.