Band 
Fünfter Band.
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145
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Innere Verwaltung u. Gesetzgebung. 145

Im Sept. des Jahrs iöo2 (in dessen Beginnauch die Rumford'sche Suppe, ihre, wie-wohl nur sehr kurze Rolle spielte,) wurde ein, schonin frühern Zeiten bestandenes, aber wieder vermau-ertes Thor nächst dem Kärnthnerrhortheater wiederaufgethan , das von nun an, nur für die aus den Vor-städten hereinfahrenden Wagen, so wie dasalte Karnrhnerrhor, nur für die Hinausfahrendendienen sollte, zwischen denen bisher, besonders anMarkttagen, vielfältige Unordnungen vorgefallen wa-ren. — Gleichzeitig begann auch das Arbeitshaus beyden Carmelitern aufder Leimgrube. — Das Jahr i 6 o 3eröffnete ein prächtiges Carussel von Cavalieren undOfficieren in der kaiserliche» Reitschule. Die dritteVorstellung desselben wurde zum Besten der Armengegeben und trug bey 18,000 Gulden ein. — Im Aprildarauf verlor Wien seinen, durch ein halbes Jahrhun-dert besessenen' Fürsterzbischof, den Cardinal GrafenMigazzi und erhielt zu seinem Nachfolger den Bischofvon St. Polten, ehemals von Triest, Sigmund An-ton Grafen von Hohenwarc, einst Jesuiten und aus-gezeichneten Lehrer der Geschichte und classischen Litera-tur am Theresianum, dann zu Florenz, Lehrer derjungen Erzherzoge und unter diesen auch Sr. Mas.des Kaisers und Königs. — Seit anderthalb Jahr-hunderten kannte Wien kein solches Regenjahr wie die-ses, zumahl im Juny und July.— Im Oct. wurdendie noch am Stephansplatz an der Scraße vom Stockim Eisen gestandenen kleinen Häuser rasirt, das Cura-ten- und AlumnacS- mit dem Baloaufschen Haus inGeschichte LSiens. 5. Bd. i. Heft.

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