Band 
Fünfter Band.
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i 5 o Österreich ein Erbkaise r th u m.

delt und bey der Fcindesgefahr, wo der Befehl zurUmhauung bereits gegeben war, erhalten, zweyNiahl (iöo 5 und r8og) den Feind in Wien gesehenund seinem schweren Amte durch beynahe zwey Jahr-zehende rühmlich vorgestanden hat(ch 3 c>. July »823).— I» demselben Jahre 1804 entstand auch die Hos - und^taatsdruckerey unter der Directio» des, um die Ty-pographie in Österreich vielfach verdienten Buchdru-ckers und Buchhändlers Vincenz Degen (nachmahlsRegierungsrathes und Edel» von Elsenau) und dieneue griechische Capelle wurde aus dem Steyerhof zumkleinen Küßdenpfenning übersetzt.

In demselben Jahre, in welchem Wien seitdemTode des ungarischen Mathias vor 3 i 5 Jahren, nach-dem zwey türkische Belagerungen glorwürdig abge-schlagen , nachdem es von Thurn und Gabriel Beth-len, von Torstenson und Rakoczy, von Max Ema-nuel von Bayern und dem jünger» Rakoczy, vonCarln VII. und Friedrich II. vergebens bedroht worden,wieder einen fremden E r 0 b e r e r in seinen Mauernsah, ereignete sich ein, in den neueren Jahrbüchern die-ser Scadt überaus seltener Borfall: ein Tumult wegenTheuerung und Brotmangels, wiewohl in jenem Au-genblicke weder Theuerung noch Brokmangel das Volkdrückte und vom Monarchen für die Approvisionirungseiner Hauptstadt, die großmüthigsten Opfer gebrachtworden waren. — Im Sommer iöo 5 , als die dritteCoalilion durch Bonapartes Vergewaltigungen in Ita-lien erzwungen, als der Krieg vor der Thüre war, wim-melte Wien von französischen Kundschaftern. Erwie-sen hatten diese bey den folgenden Auftritten mittel-