i55
Ter Krieg von i 8 o 5 .
te einflößen mußten, lebte in allen Gemüthern; aberdie Tage von Ulm und Anstcrli tz waren schon vor-über, als ein brittisch - russisch - schwedisches Heer imNorden Deutschlands landete, als ein anderes Heer vonRussen und Britten sich mit den Neapolitanern ver-einigte. Preußen in seiner unseligen Absonderungverharrend, hatte dem russischen Heer in Pohlen aucheineS gegenübergestellt, somic erschienen beyde um soviel spater auf dem Kampfplatz, alS Preußen bey Ale-xanders Anwesenheit in Berlin, gereift durch die Ver-letzung seines Gebiethe» in Anspach, sich durch den Ver-trag von PotSdam endlich doch der heiligen Sache an-geschlossen halte.
Österreichs schönstes und zahlreichstes Heer unterdem E. H. Carl war in Italien; jenes in Deutsch-land befehligte der E. H. Ferdinand, neben ihm derF. M. L. Baron Mack. — Am nähmlichen Tag alsdie Russen Galizien betraten, brach die große Armeevon Boulogne auf. Der Übertritt Bayerns (8. Sept.)entschied daS LooS des KriegeS. Napoleon war am26. Sepr. in Straßburg, nöthigte Würtemberg undBaden in seinen Bund (2. und 10. Oct.), brach,während ihn die in Ulm stehenden Österreicher vomSchwarzwalde her erwarteten, auf der kürzesten Linieüber preußisches Gebieth in ihren Rücken auf ihreHauptcommunication und Subsistenzlinie. Sie wa-ren durch diese Bewegung eigentlich ganz umgedreht;der Rücken gegen den Rhein, die Slirnegegen Wien.Ihr ll l m, war zwar ein vortrefflicher strategischer Punctund Brückenkopf, aber noch bey weitem keine Festung,>a kaum ein verschanztes Lager. Am >4-Oct., an