Band 
Fünfter Band.
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170
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170 Napoleons Abschied.

tet. — Der Monarch erließ unterm 26. Dec. ausHollicsch und i 5 . Jänner 1806 aus Feldsberg Zu-schriften an die Stände und an die Wiener, aus derTiefe des edelsten Vaterherzens , die kein Auge tro-cken ließen und eine allgemeine Ungeduld nach demheiligen Augenblick des Wiedersehenshervorbrachten. —Daß der Graf Wrbna mit demgroßen Stephansorden geziert und als Oberstkämme-rer unmittelbar der Person des Monarchen angenä-hert wurde, vermehrte die allgemeine Liebe und Zu-friedenheit. Um den bevorstehenden Frcudentag we-niger durch äußere Pracht, als durch die so ganz imSinne des Kaisers liegenden Werke der Wohlthätig-keit zu begehen, wurde eine Subfeription für diedürftigste Volksclasse eröffnet, die in wenigen Stun-den an 5 o,ooo fl. betrug.

Donnerstags am 16. Jänner erfolgte der feyer-liche Einzug beyder Majestäten. Auf Antrieb desGrafen Breuner, hatte der n. ö. Herren-undAdelsstand eine eigene, 5 o Mann starke, beritteneEhrenwache gebildet. Diese und die neu errichtetebürgerliche Reiterey, nebst den Bürgermeistern vonWien und Neustadt begaben sich früh nachdem Dorfe Spitz außer der letzten Donaubrü-cke. — Die bürgerliche Grenadierdivisio», stattlichausgerüstet, hatte die Burgwache bezogen, die bür-gerliche Artillerie ihre Stücke auf die Bastey ge-führt. Der alte Stephansdom war herrlich ausge-schmückt und alle Dörfer, durch die der geliebte Mo-narch zog, in Fichten - und Tannenwäldchen verwan-delt, aus denen überall festliche Musik und das herz-