Band 
Fünfter Band.
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Anerkenn u » g der P a r r i o t e n.

Es war fürwahr ein unvergeßliches Merkmahlder allerhöchsten Anerkennung des herrlichen Geistes,der die Wiener in jener drangvollen Zeit auszeichne-te, daß der Bürgermeister von Wohlleben denköniglich ungarischen Stephansorden erhielt. —Die Bürgerschaft ihrerseits, begab sich am 19. Jän-ner in feyerlicher Deputation, zu dem neuernanntenOberstkämmerer Grafen Wrbna, ihn zu ehren,wie sie einst Rüdiger Starhemberg geehrt, ihm dasBürgerrecht und auf ewige Zeiten die Steuerfrcyheitfür sein Haus in der Spiegelgaffe zu übergeben. —Am 10. Febr. trat der Erzherzog Carl als Ge-neralissimus an die Spitze des gesammten Kriegswe-sens, am 12. Febr. verlieh der Kaiser dein FürstenJohann Liechtenstein das goldene Vließ mitder schmeichelhaften Anerkennung der von ihm, inden unglücklichsten Tagen ruhmvoll erprobten Selbstver-läugunng und Heldenkraft. Bald darauf wurde derFürst auch Commandirender ob und unter der Ennsund Sradtcommandant von Wien.

Die Bürgercorps fuhren inzwischen mit dem löb-lichsten Eifer in Allem fort, was auf ihre innere undäußere Vollendung, auf ihre Einübung, auf ihr An-sehen und ihre Rechte Bezug hatte. Den zu Fuß undzu Pferde, auf dem GlaciS und in der Drigittenauevorgenommenen Übungen, folgten zum Vergnügendes allerhöchsten Hofes, des Adels und eines zahl-reichen Publicums, sohin auch für wohlthätige Zwe-cke, Quadrillen und Caroussels in der kaiserlichenReitschule. — Am i 5 . April war bey den Augusti-