Des Kaisers Worte bey der Heimkehr. 3
achtungswürdigeu Bürger und Bewohner derselbenund zu den Geschäften Meiner Bestimmung zurück-gekehrt. Die Wunden, welche der Krieg schlug, sindtief; nur Jahre können hinreichen, sie ganz zu heilenund den Druck von Leiden zu verwischen, welche ausdiesem unglücklichen Zeitraume hervorgingen. DieStaatsverwaltung hat mehr als jemahls große, schwe-re Pflichten zu erfüllen und sie wird sie erfüllen. Abersie hat auch mehr als jemahls die höchsten Rechte aufdie Mitwirkung aller Volksclasseu zu dem wohlthäti-gen Zwecke: die innern Staatskräftedurch Verbreitungder w a h r e n G e i st e s c u l t u r, durch Belebung derNational -Industrie in allen ihren Zweigen, durchWiederherstellung des öffentlichen C r e d i t s zu erhöhenund dadurch die Monarchie auf jener Stufe zu erhal-ten, welche sie bisher, selbst bey Wechselnden Schicksa-len, unter den Staaten Europas behauptete. JederAugenblick Meines Lebens sey diesem Zwecke, sey derErhöhung der Wohlfahrt der edeln und guten Völ-ker geweiht, welche Mir theuer sind, wie KinderMeines Herzens. Durch das wechselseitige Band desfestesten Vertrauens und der innigsten Liebe mit Mei-nen Unterthanen verbunden, werde Ich nur dannerst glauben. Meinem Herzen als Fürst und Vatergenug gethan zu haben, wenn Österreichs Flor festgegründet, wenn vergessen ist, was seine Bürgerlitten, und nur das Andenken au Meine Opfer,an ihre Treue und an ihre hohe unerschütterlicheVaterlandsliebe noch lebt. — Wien am i. Februar1806. — F r an z."