Band 
Fünfter Band.
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Der Leopoldsorden.

Liebe und Treue zu ehren weiß, Werke der Wohl-thätigkeit aber über Alles liebt, stattete WienSBürgerschaft 80 arme Mädchen aus und von den Ar-men des Dürgerspitals, bis sogar auf die Bewoh-ner der Gefängnisse, erstreckte sich ihr wohlthätigerSinn. — Wie aus allen Provinzen Glückwünschungs-deputationen nach Wien strömten, ordneten auch alleKörperschaften, alle Institute der Hauptstadt, Ab-geordnete an den allerhöchsten Thron. Der Monarchstiftete den, nach seinem kaiserlichen Vater benann-ten Le op o l d s o rd en für alle Stände, für dasVerdienst des Staatsmannes wie des Kriegers, desGelehrten und des Künstlers. Wie der Srephans-orden die ungarischen, so erhielt der Leopoldsor-den Österreichs Farben. Die Großkreuze erhieltendie Ehreubenennung: Cousins, taxfrey die geheimeRathswürde, die Commandeurs den Freyherr»-, dieKleinkreuze den Ritterstand. Der Orden erhieltmit dem Stephansorden gleichen Rang, doch so,daß jener als der ältere , ihm als Körperschaftvorgehen soll, wo sie miteinander erscheinen. DieStatuten sind vom 26. July 1606 darirt und wasseine unsterbliche Großmutter auf dem Stephans-kreuz durch: „stringit amore" so sinnvoll bezeichnet,ward vom Monarchen auf dem Leopoldskrcuze durchden väterlichen Wahlspruch: ope5 regum eorcka suk.ckitorum" noch körnichrer ausgesprochen. Das ersteOrdensfest wurde am 8. Jänner 1809 den Sonn-tag nach 3 Königen, im Beyseyn aller Orden desHauses, des goldnen Vließes, des Theresien - und