Band 
Fünfter Band.
Seite
12
JPEG-Download
 

i 2 Die Feyer im Invaliden Haus.

das reich geschmückte Bildniß des Freyherrn von Thavo-nat, Gründers der Jnvalidenversorgnng. Der Monarchund die Monarchinn wurden vom Erzherzog Generalissi-mus und den übrigen Erzherzogen empfangen und durchdie Reihen der Invaliden nach dem Throne geleitet,der durch die geöffneten Thüren, den Blick durch alle dieweiten Säle gab. Zwey Officiere führten den Ältestendes Hauses, Jgnaz Bachmann, der den großenEugen nachgesehen, 19Ö Lebens - und 70 Dienst-jahre zählte, vor den Thron, ein einfaches, seineund seiner Waffenbrüder Gefühle ausdrückendes Ge-dicht zu überreichen. Der Kaiser nahm es huldreichauf, reichte ihm die Hand zum Kuß und sprach we-nige ausdrucksvolle Worte über die Würde des Wehr-standes. Der allgemeine Jubel übertäubte beynahe dieMusikchöre und den Geschützesdonner. I. I. M. M.wohnten dem Gottesdienste bey, besuchten die Spei-scsäle und unterhielten sich aufs huldreichste mit meh-reren dieser ehrwürdigen Krieger.— Abends war dasschöne Gebäude prächtig erleuchtet und stand durch dreyTage der Beschauung des Publicums offen. — Rei-che Geschenke strömten dem Jnvalidenfond von alle»Seiten zu. Die Bürgerschaft und Bürgermiliz unddie Direction der Hofbühne gingen mit rühmlichemBeyspiele voran. Diese Geschenke, überstiegen in einPaar Tagen den Betrag von 3o,ooo Gulden.

Noch war das dritte Jahr nicht verflossen, seitder Preßburger Frieden unterzeichnet und NapoleonsHeerlager von Schönbrunn gewichen war und man sah