Band 
Fünfter Band.
Seite
18
JPEG-Download
 

Reserven und Landwehre.

das alte Recht den Schild erheben, hieß Meuterey undEmpörung! sich gegen ihn, seiner eigenen Waffen be-dienen , hieß völkerrechiswidrige, des philosophischenJahrhundercs unwürdige Barbarey, und es war eintrauriges Zeichen seiner täglich verschlingender» All-gewalt, daß Niemand es mehr wagen durfte, demeigenen Herrn, dem eigenen Vaterland wider Napo-leon irgend welchen, über das gewöhnliche Tagewerkhinausreichenden Dienst zu leisten, ohne die bitterstenSchmähungen, Vermögensconsiscation, Verbannungoder Achrserklärung auf sich zu ziehen, ohne daß imnächsten herabwürdigenden Frieden den Fürsten befoh-len wurde, gerade ihre eifrigsten Diener selbst in denBann zu legen undals Söldlinge Englands und l e i-d e n s ch a f t l i ch e Unruhstifter" von sich zu ent-fernen.

Aus dieser Sündfluth der allgemeinen Schmach,des Militärdespocismus, des Fremdlingsjoches, ragteÖsterreich wie ein Fels hervor, dessen Zinne, dießalte, herrliche W i e n, eben so im Abendgold einergroßen Vergangenheit, als im Morgenroth Helden-kühner Hoffnungen, weit in die nachtbedeckten Flächen. hinausschimmerre. Nicht die abgerissenen Provinzenallein, auch der Preuße, der Hesse, der Braunschmei-ger, der Spanier und Portugiese richteten ihre sehn-suchtsvollen Blicke auf Wien, das wie immer, soauch jetzt wieder, den Provinzen mit glänzendem Bey-spiele voranging, jetzt, wo es einen viel ernsteren,viel schwereren Kampf galt, als »797, 1800 und i 8 o 5 ,wo es derDy n a st i e eben sowohl als der M 0 n a r-