Band 
Fünfter Band.
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3 o Bombardement u. Ca p i tu l a tio n.

am 29. April aus Neumarkt gemachten annäherndenAntrag wegen Auswechslung der Kriegsgefangenengar keiner Antwort. — Im schneidendsten Gegen»satze hiermit, beklagte sich jetzt Berthier höchlich überdie Zurückhaltung des Parlamentärs, sprach viel vonder Zärtlichkeit Napoleons für die Wiener, „denen erso gern alle Schrecknisse des Krieges ersparen möch-te", (!!) fand es ganz ungewöhnlich, daß mangegen die Vorstädte geschossen habe, da kein Bey-spiel sey, daß eine Citadelle je aus die Stadt feuere!!Würde damit fortgefahren, so würde der Ruin dergroßen Stadt binnen 56 Stunden durch Haubitzenund Bomben beendigt seyn, aber ohne einen andernZweck, als getreue Unterthanen zu erbitterten Fein-den des regierenden Hauses umzuschaffen. DieserBrief ward dem Erzherzoge Maximilian durch denGumpendorfer Richter Joseph Damböck übergeben,aber vom General Oreilly mit ein Paar höflichen Zei-len zurückgeschickt.

Auf den Kranken - und Versorgungshäusern weh-ten schwarze Fahnen, um das Geschütz von Freundund Feind von ihnen zu wenden. — Das Plänkeln,das Feuern, die kleinen Rekognoscirungen und Aus-fälle dauerten den Abend des 10. und am Christihim-melfahrtstage den ii. fort. Das französische Heerbreitere sich von der Donau bey Döbling über Wein-haus, Währing , Ottakring gegen Napoleons Haupt-quartier in Schönbrunn und von dort gegen dieSpinnerinn am Kreuz bis in die Ebene von Sim-«ering wieder an die Donau aus. In den Vorstädten