Band 
Fünfter Band.
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Bombardement und T a p i t ul a t i o n. 55

Wohlfahrtsausschusses würdig; ein seltsamesGemenge von morgenländischer Prahlerey, von keckerVerleumdung und treuloser Benützung der ersten Ein-drücke und der überraschenden Schrecken des Augenblicks.Die Wiener-Zeicung von Nro. 5 y den 20. May, bis164 vom 21. Oct. einhielt fast in jebcin Blatte, diebösartigsten und pöbelhaftesten Ausfalle. — Tag fürTag folgten nun tyrannische Machtsprüche und Verge-walrigungen. — Am 14. May erließ Napoleon ausS ch ö n b r u n n für die L a n dw e h r e einen Gene-ralpardon wie für Ausreißer, oder Verbrecher!Wer aus ihnen binnen 14 Tage» seine F ahne nichtverlasse, nicht an seinen Herd zurückkehre, dessenHaus soll niedergebrannt und seine Habe eingezogenwerden!! Am i 5 . erging sein berüchtigter Aufruf andie Ungarn. Am 17. May dccretirre er die gänzlicheEinverleibung des Kirchenstaates und befahl bald dar-auf, Pius VU./ der ihn einst gekrönt, gefangen nachFrankreich hinwegzuschleppen.

Am i 3 . May um 7 Uhr Morgens besetzten dieOudinot'schen Grenadiere die Thore. Das wenige Mi-litär marschirte aus und streckte, kraft der zwischen An-dreossy, dem General Devaur und Obersten Bellouteabgeschlossenen Eapitulation, zwischen dem Burg- undKärnchnerthor, als kriegsgefangen die Waffen. — Diemagistrarischen und die auf das Rathhaus geflüchcecenÄrarial - Tassen wurden weggenommen, alle Kr-eges-und Luruswaffcn mußten bey Todesstrafe ins bürgerlicheZeughaus abgeliefert werden. —Der Mangel an Brot-Fleisch, Milch und Mehl wurde täglich drückender, das

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