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Wiener Frieden.
Schnell füllten sich alle Gassen und viele Tau-sende strömten über die Landstraße entgegen. — Um4 Uhr erschien der Monarch in einer einfachen Kalle-sche ohne Hofstaat, ohne kriegerische Begleitung. —Diese» Zug vorn Stubenthor, wo Bürgermeister undRath dem miedergeschenkten Herrn in unendlicher Be-wegung huldigten, bis hin nach der Burg zu be-schreiben, ohne in den Verdacht der Schm e iche-ley zu fallen, ist schwer. Zu gutem Glück sind nochder Augenzeugen Viele, in deren Gedächtniß dieseAugenblicke nie vergehen, welche die noch zahl-reich anwesenden Franzosen mit unwillkührlicher Ehr-furcht für diesen Fürsten und für diesesVolk erfüllt haben! ! — Beym Ausstcigen auf demBurgplah überstieg der Jubel alle Gränzen; der Mo-narch wurde im eigentlichen Sinne aus Händen der Liebein seine Gemächer getragen und alle die schwerenWunden schienen urplötzlich geheilt und vergessen. DieNacht brach ein und binnen einer Stunde waren ohnealle Veranstaltung, ohne Abrede, die ganze Stadtund selbst die fernsten Vorstädte festlich erleuchtet. DerKaiser fuhr ohne andere Begleitung, als einer Cor-poralschaft der Bürgercavallerie unter dem Oberlieu-tenant Schöffmann, beym Scheine zahlloser Lichterund Fackeln, aus der Burg durch die Herrngasse,Freyung, Renngasse, hohe Brücke, beym Rachhausevorbey, über den Judenplatz, den Hof, durch dieBoguergasse, Tuchlauben, über den hohen Markt,auf den lichten Steg, über den Stephans- und Stockim Eisenplatz, Graben und Kohlmarkt, Josephs- und