Band 
Fünfter Band.
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70 Napoleons zweyte Vermahln n g.

Braunau vorausgeeilt). Der Erzherzog Carl führtesie an den Wagen, an dessen Schlag mir gezogenemDegen der Sradtcommandant, Fürst Johann Liech-tenstein rirt und den dis neuvermählte Kaiserinn mitihrer Obersthofmeisterinn, Gräfinn Lazanzky bestieg.—Segnend drängte sich das Volk um die Enkelinn sei-ner Kaiser. — Langsam, um die guten und treuenWiener nochmahls zu begrüßen, fuhr sie über denKohlmarkt, Graden und die Kärnthnerstraße nach derMariahülser Linie zwischen Spalieren von Truppenund Bürgermilitär. Die Wagen der k. k. Kämmererund des Ubergabscommissärs Fürsten Trautniannsdorszogen voraus, jene der Dames de Palais folgten.—Wie der Zug an die Linien kam, wurden die Kano-nen gelost.

Auch diese Märztage mußte» de» Wienern nichtminder theuer seyn, als jene des vorigen Jahrs,die in den mannhaftesten Anstrengungen zum Kamps ausLeben und Tod, für die Ehre und Unabhängigkeit desKaiserhauses verflossen und welche Gefühle mußten sienicht in dem tieuen Wien gegen den Monarchen er-wecken, der sich in diesem Schritt der erhabenstenSclbstverlaugnung, herrlicher denn je, als Landes-V a t e r erklärt hatte ?! — Einlach und kraftvoll sprachdie Empfindungen jener Tage, die abgenothigre Kriegs-erklärung von i8j3 aus: „für seiner Völker, für„der Menschheit heiligste Interessen, als Schutzivehre„gegen unabsehbare Übel, gab der Monarch das„Theuerste hin! Wenn diese frohen Hoffnungen„unerfüllt blieben, so kann Österreich kein