Band 
Fünfter Band.
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Der D e f r e y u n g s k r i e g. 75

schlacht, vor Österreichs und Rußlands Adlern die stol-zen Waffen zu strecken.

Am i 5 . Sept. 1812 zog Bonaparte mit seinenMarschällen in den offenen Grabesschlnnd des uner-meßlichen Moskau. Am >7. Sept. bey einem fürch-terlichen Sturm, prasselte allda, an mehr als 5 ooOrten zugleich, die gefrässige Flamme und bis EndeNov. war durch die Wuth der Elemente, durch dieStandhaftigkeit und Tapferkeit der Russen, dasherrlichste Heer, das die Welt seit denRömer tagen gesehen, von der übermüthigenSicherheit der Sünde, in den Abgrund des tiefstenJammers gestürzt und vernichtet, über 3 oo,uou Leich-name, über i 3 o,ooo todte Pferde von den russischenBauern verbrannt; alle Beute, alles Gepäck, dasmeiste Geschütz, 53 Generale und 120,000 Mannwaren in den Händen der Russen. 8,111° BonapartesSinn wurde nicht gebeugt in dieser entsetzlichen Schu-le des Unglücks, und wurde nicht gemildert durch dieallgemeine Verzweiflung.

Die 180g durch ganz Österreich und in den BergenTyrols und Vorarlbergs glänzende Begeisterung wieder-hohlre sich i 8 i 3 in Preußen. —Am 16. Febr. i 8 i 3schloffen zu Kalisch, Kutusow und Hardenberg, zuSchutz und Trutz das heilige Bünduiß, am 26. Febr.umarmten sich in Breslau, Alexander und FriedrichWilhelm, am 5 . März zog Repnin in Berlin, am18. Tettenborn in Hamburg ein. Die erschrockenenverblendeten Geister wachten fetzt überall auf, überallbrannte ein heißer Durst nach Rettung und Rache,