76 Der Be f re y u n g s kri eg.
Am 3 t. März und 2. April a 8 i 3 erklärte Napoleon demSenat: „der preußische Nahme sollte gänzlich ver-„schwindcn und wenn auch die Feinde auf dem Mvnt-„martre stünden, würde er doch auch nicht ein Dorf„von seinen Eroberungen herausgeben" — und am3 i. März und 2. April 1814 standen die Österreicher,Russen und Preußen wirklich auf dem Montmartre,zogen in Paris einund der Senat erklärte, Napoleonder Krone verlustig.
Alexander und Friedrich Wilhelm rückte» Napo-leon, der die Blüthe Frankreichs neuerdings auf dieSchlachtbank führte, über die Elbe entgegen. Am 2.May i 6 l 3 geschah jene heilige Opferschlachr von 2 iUje 11, dem preußischen Aspern, am Schwedensteine,wo Gustav Adolph gefallen. Obgleich Sieger, muß-ten die überfliigelten Verbündeten dennoch über dieElbe zurück. Am 21. und 22. May, dem viertenJahrslage der Aspernschlacht, hielten die Allirte» beyBautzen wieder Stand. Als Napoleon schon glaub-te, ihnen nicht schnell genug auf der großen schlesischenHeerstraße gegen die Oder nachdringen, den Pohlenwieder die Hände biethen, seine belagerten Festungenentsetzen zu können, erinnerte ihn auf einmahl derhöchst unerivartete Flankenmarsch gegen Schweidnitzan jenen ihm so verderblichen Flankenmarsch Kurusowsvon Moskau gegen Tula und Kaluga. Die Verbün-deten fest überzeugt, ihre Sache müsse bald dieallgemeine Sache werden , hatten daher auch demHeldenmuth der Ihrigen nur in so ferne freyen Raumgegönnt, als der große Augenblick es durchaus geboth.