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Der Wiener Congre ß
Bonapartes Entweichung von Elbaund sein Einfall in Frankreich ( i. Märzi8i5), die unerhörte Treulosigkeit/ die ihm aufhundert Tage den Szepter wieder in die Händegab/ den ihm Wellingtons und Blüchers Sieg beyWaterloo (i 8 . Juny i8i5) für immer entriß undihn auf den unwirrhbaren Felsen von Helena ins großeWeltmeer zwischen Afrika und Amerika verbannte/ sei-nes Schwagers Joachim Murat/ Königs von Neapel/Wankelmuth/ kecker Einfall ins obere Italien undsein schmählicher Untergang/ fielen zwischen die Be-rathungen und den Schluß des Wiener Congre-ßes und den zweyten Pariser Frieden. —Sie haben die neue Gestaltung der Welt nur aufge-schoben/ aber nicht aufgehoben. — Das aus 121 Ar-tikeln bestehende Hauptinstrument des W i e n e r E o n-greßes vom 9 . Juny i0i5 gab Österreich (mitAus-nahme der N i e d e r l a n d e , W e st g a l i z i e n s undder Vorlaube,) fast Alles wieder, was es durch dieFriedensschlüsse von Campoformio, Luneville, Preßburgund Wien verloren, das lombardisch-venerianische unddas illyrische Königreich mit den Küstenlanden, dazuRagusa mit den Landschaften des Veltlin. Seine Se-cundogenitur trat wieder zurück in das Erbe der Me-dizäer nach Florenz, seine Tertiogenirur in jenes vonModena. Die Kaiserinn Marie Luise erhielt auf Le-benszeit Parma, Piacenza und Guastalla.
In Wahrheit: ein großartiger Ruhepunct in den2 ooojahrigen Geschichten Wiens, der gewaltigen