und die neue Gestaltung Europas. 67
Stadt, die nach dem alten, richtigen Sprichwort: „eineWelt in der Nuß," die Universalhistorie im verjüngtenMaßstabe abspiegelt, die in ihrer Doppellage alsHaupt st adtdesrömischenKaisers, des erstenFürsten der Christenheit und des Beherrschers je-nes so verschiedenartigen, österreichischen Staa-tenvereines, vorzugsweise eine europäische Stadtund das letzte nachdunkelnde Bild germanischerWeltherrschaft gewesen war, — die Stadtder Kreuzzüge, wenn wir ihren Ursprung,ihr unglaublich s ch n e l l e s E m p 0 r b l ü h c n undihren alten Beruf betrachten, Aufgang und Nieder-gang zu verbinden und eine lebenskräftige Ader imgroßen Welthandel zu seyn, — eine Stadt derWohlthätigkeit, denn ihrer milden AnstaltenAlter und reiche Fülle, stellt sie vor allen übrigenStädten deutscher Zunge,— eine Vormauer derChristenheit, an deren Wällen sich, der in dreyWelrcheilen sieghafte Trotz der Osmanen gebrochen,—eine Stadt der Treue, welchen Ruhm selbst dieBewegungen unter Albrecht und Friedrich nicht ge-fährden, den die Reformation so wenig als die revo-lutionären Zuckungen unserer Tage erschütterten unddadurch, durch die Unverwüstlichkeit ihres innern Kernsund durch die hehre Religiosität, die aus ihren Be-gegnisien wetterleuchtet und so oft Menschenweisheitund Menschenkraft völlig am Ende schienen, immerwieder aus den Wolken die Rettung brachte, vorzugs-weise die Stadt dieses Staates, Hort und