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und Hindernissen sich die nötigen Borkenntnisse zum Studium er-werben, daß sie mit Hintenansetzung jeder Scheu sich mit Männerngemeinsam in Hörsälen, Kliniken, Laboratorien und Seziersälen be-wegen müssen, wird eine gewisse Garantie dafür bieten, daß nurdiejenigen unter ihnen studieren werden, welche einen inneren Berufdazu fühlen; und das wird auch unter den heutigen Verhältnissenimmer nur eine geringe Minderzahl sein.
Man hat gegen den gemeinsamen Unterricht eingewendet, daßsich unter die weiblichen Studierenden unlautere Elemente ein-schleichen könnten, welche einen ungünstigen Einfluß im Berkehrauf die Studenten ausüben würden. Dies ist indessen nicht zufürchten, wenn man bei der Zulassung an die Frauen dieselbenAnforderungen stellt wie an die Männer. Im Gegenteil kann derEinfluß gebildeter Damen auf das Benehmen unserer Studentennur ein vorteilhafter sein. Unter der genannten Bedingung istebenso wenig zu fürchten, daß das Niveau des Unterrichtes undder Anforderungen im Examen Herabsinken werde. Es mag manchemDozenten eine gewisse Überwindung kosten, seine Vorlesung anstattwie gewöhnt vor Herren, nun auch vor Damen vorzutragen. In-dessen dieses Gefühl des Ungewohntten wird bald überwunden sein.Auch sind besondere Rücksichtnahmen auf das weibliche Geschlechtin betreff des Vortrages und der Demonstrationen in den medizi-nischen Vorlesungen durchaus nicht erforderlich; denn alle dieseDinge können und sollen unter Wahrung ihres wissenschaftlichenCharakters so behandelt werden, daß sie absolut keinen Anstoßerregen. Mögen auch in der ersten Zeit für den Dozenten einigekleine Unbequemlichkeiten erwachsen; diese geringen Übelstünde sindnicht derart, daß sie die Ausschließung der Frauen von unserenUniversitäten rechtfertigten.