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Die akademische Frau : Gutachten hervorragender Universitätsprofessoren, Frauenlehrer und Schriftsteller über die Befähigung der Frau zum wissenschaftlichen Studium und Berufe / hrsg. von Arthur Kirchhoff
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gleich hoher Vorbildung in das akademische Studiumtreten, wie die Männer; anderenfalls würde das jetzige Niveaudes akademischen Unterrichts herabgesetzt und so das Staatswohlschwer beeinträchtigt werden, oder das notwendig unzureichende undganz oberflächliche Studium der Frauen diesen selbst wie derGesellschaft mehr Schaden als Nutzen bringen.

Wie die Dinge gegenwärtig bei uns liegen, scheint es mirdarum vorerst bloss um die Teilnahme der Frauen au gewissenakademischen Vorlesungen zur Erweiterung und Vertiefung ihrerlitterarischen, historischen und dergl. Kenntnisse sich handeln zukönnen. Für die spätere Zulassung der Frauen zum akademischenStudium würden erst besondere Veranstaltungen zu treffen sein.Indem der Hauptgesichtspunkt für die weibliche Ausbildung immerwird bleiben müssen, das; aus den Mädchen später gute Hausfrauenund nichtige Erzieherinnen des Nachwuchses werden, kann voneiuer Umbildung der höheren Töchterschulen in Mädchengymnasienoder dgl. nicht wohl die Rede sein. Blau müßte einige neueSeminare schaffen, in welchen Frauen nach Absolvierungder höheren Töchterschule speziell für das akademischeStudium vorbereitet würden. Solche Seminare würdenbei dem reiferen Alter und der Zielbewußtheit ihrerZöglinge nach meinem Ermessen in zwei- bis dreijährigemKursus ihre Aufgabe lösen können.

^rof. I)i'. M6ä. Isidor Rosenthal

an der Universität Erlangen.

Es ist immer mißlich, sich über Dinge zu äußern, die mannicht oder doch nicht genügend durch eigene Beobachtungen kennt. Ichbin bisher nur in sehr wenigen Füllen mit Medizin studierendenoder die medizinische Praxis ausübende» Frauen in Berührung ge-kommen, und meine Bekanntschaft mit ihnen war meist eine flüchtige.