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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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12 Von der gruͤndlichen Naturphyſik

koͤnnen. Soferne wir nun die Kraft der Elemente, und derdurch deſſen Wirkung uns vorgebrachte drey Naturreiche,nebſt deren unzäͤhlich vielen veränderlichen beweglichen undunbeweglichen Creaturen, recht einſehen:(o muͤſſen wir, dieVollkemimenheit unſerer Naturerkenntniß zu erlangen, einenBlick auf den längſtvergangenen Zeitlauſ zuruͤck thun; unſereallhier vermiſchten Elemente aus derſelben in ihrer einfachenund ſunplen Geſtalt auſſuchen; wie ſelche namlich vor dererſten Schoͤpſung fid; in ihrem Weſen befunden, ehe die Ra»tur und Creatur daraus noch einige Idee erlanget, und esnoch finſter auf der Tiefe geweſen iſt.

3. Erklaͤrung.

Es wird hier niemand ſo einfältig ſeyn, der da ſagenwollte, daß, wenn man wiſſen will, wie es vor der erſtenZeit ſey beſchaſfen geweſen, man zur ſelben Zeit auch muͤſſezugegen geweſen ſeyn. Einen ſo weiten Sprung haben wireben nicht nöͤthig, in das Alterthum der erſten Zeit zu thun:wir haben die damals beſtimmten und feſtgeſetzten natuͤrli-chen Wirkungen noch immer vor unſern Augen, und die etafle Materiam univerfalem, wodurch die erſten erſchaffenenCreaturen der drey Naturreiche gemehret und erhaiten wer-den, in eben der Kraft und Stärke über unſerm Haupteſchwebend; ja wir Menſchen leben und erhalten uns ja ſelbſt,angeſuͤhrter bekannter Maßen, durch unſer beſtaͤndigesOdemhelen damit, durch deſſen Betrachtung wir bald einenBuck in die erſte Zeit thun mögen: ſo werden wir das letzteſauumt dein erſten ſehen und erkennen lernen. Die Genera.tion aller Dinge lehret uns, daß aus iweven Dingen dasdritte geberrn werde, und daß dazu nichts weiter, als einAgens und bbauiens, er forderlich ſev. Aus dieſem bringt dieNaur durch ihre elementariſche Wirkung alles hervor. Wer-den wir nan die Weſentelt der Clemente phyficalier be.trachten, wv nicht unſern mineraliſchen Erdklumpen für dieeienetſe Erbe auf hen: fo werden wir ſelbſt finden undertsinn, daß Jie vr Elemente ebenfells aus zweyen b

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