24 Von der gruͤndlichen Naturphyſik
Schluß.
Aus der Weſenheit der ſehr ſchnellen und feuchten Coa-gulation dieſer benden Naturreiche, iſt nun ſo gleich zu ſchlie-ßen, daß ſolche Creaturen von keiner großen Dauer und feftem Widerſtande der natüuͤrlichen Wirkung ſeyn muͤſſen; weilihre innere Eſſenz durch den exaltirten Feuersgrad des Schwe—fels, keinen hohen Zeitigungegrad, und harte Coagulationerlangen mogen: dahero dieſelben auch dem ploͤtzlichen Un—tergange, and der febr ſchnellen Zerſtoͤrung, allhier unterworſen ſind.
Erklaͤrung.
Es iſt uns eine gar bekannte Sache, wie wir faſt beyeinem jeden Thiere die Erfahrung haben, daß wir wiſſenmogen, wie lange deren Operation, bis auf ihre Geburtoder körperliche vollkommene Weſenheit, allpier ihre gewifſeZeit hat; und wird ſoiches an allen dieſen Creaturen untereinem Jahre verrichtet. In dem vegetabiliſchen Reiche ge—langen die meiſten Feld- und Gartenfruͤchte in einem Jahrenicht allein zu ihrem völligen Wachsthume, und Auszeitigung;ſondern auch zu einem weiter ſortpflanzenden Samen: wovonich weiter keinen Beweis noch Zeugniß anführen will, weiles einem jeden eine bekannte Sache iſt. Allein, in dem misneraliſchen Reiche, als wohin in dieſer eröffneten Naturbe-trachtung mein einziges Augenmerk gerichtet iſt, erfordert esein beſſeres Aufmerken, als etwa die Magd zu fragen, wanndie Kuh kalben wird; da iſt nicht allein der Samen den mei—ſten Gaͤrtnern unbekannt, ſondern auch die Jeit, in welcherdie Generation eines jeden Metalles in den Erztgängen derErde geſchehen möge; ja man zweifelt noch daran, ob dieMetalle alle aus einem Samen wachſen, oder ob dieſelben,ein jedes fuͤr ſich ſelbſt, ſeinen eigenen ſpeciſictrten Samenhabe. Pfuy! der ſchoͤnen Phyſik. Wie deren fo ſeſte Goa»gulation und Eraltirung der Metalle aber eigentlich zugeht,davon iſt, der Erfahrung nach, noch nicht viel offenbargeworden.
Anmer-